Der künstlerische Leiter

Gerhard Oppelt baute ab 1980 das Kirchenmusikzentrum Lindenkirche in Berlin auf. Neben seiner Tätigkeit als Organist – unter seiner Federführung wurden die Große Orgel der Lindenkirche und der Nachbau einer historischen Italienischen Orgel in der Kapelle der Lindenkirche gebaut – ist er Leiter des Berliner Figuralchores - vormals Kantorei der Lindenkirche Berlin – und Gründer des Berliner Mädchenchores. Er leitete diese Chöre in der Vergangenheit in zahlreichen Konzerten mit sämtlichen Oratorien von Johann Sebastian Bach, Brittens »War Requiem«, Monteverdis »Marienvesper« u. a.

Angeregt durch die intensive Beschäftigung mit der von Patrick Collon 1992 gebauten historischen italienischen Orgel widmete sich Gerhard Oppelt als Organist und Cembalist vorrangig der Musik des 16., 17. und frühen 18. Jahrhunderts und der historischen Aufführungspraxis. Er gründete 1993 den Monteverdi-Chor Berlin und Berlin Baroque, ein Ensemble, das mit historischen Instrumenten arbeitet. Als Solist und Leiter der Ensembles gastierte Gerhard Oppelt in zahlreichen europäischen Ländern. Neben der praktischen musikalischen Arbeit mit Konzerten leitet Gerhard Oppelt das musikwissenschaftliche Projekt Elisabeth Musiquen, unter dessen Dach musikwissenschaftliche Forschung und Editionen vor allem geistlicher Werke Berlin-Brandenburgs aus dem 17. Jahrhundert betrieben werden. Zuletzt erschienen 2001 die Oper »La fede ne’tradimenti« von Attilio Ariosti (1666-1729). Im Rahmen des Projekts betreut Gerhard Oppelt u.a. auch die Fertigung von Cembali nach historischen Vorbildern des Berliner Cembalobauers Michael Mietke aus der Zeit um 1700. 

Gerhard Oppelt leitete die Aufführungen im Haus der Berliner Festspiele 2001 die »Acht deutschen Magnificats« von Johann Crüger (1598-1662) und 2003 die lateinischen Magnificats »Laudes Dei Vespertinae« ebenfalls von Johann Crüger. Seit 2006 strukturiert Gerhard Oppelt zusätzlich die Kirchenmusik an der ev. Luisenkirche in Berlin-Charlottenburg. Regelmäßige Orgelkonzerte und Musiken in Gottesdiensten und zu besonderen Anlässen des Kirchenjahres geben der Luisen-Kirchengemeinde damit ein erweitertes musikalisches Gepräge.